Stasys Peschel ist der Sohn des deutschen Schauspielers und Regisseurs Milan Peschel und der Bühnen- und Kostümbildnerin Magdalena Musial. Während sein Vater vor allem durch Film, Fernsehen und Theater bekannt ist, arbeitet Stasys überwiegend hinter den Kulissen. Milan Peschel bezeichnete ihn 2026 ausdrücklich als „Musiker am Theater“. In professionellen Besetzungslisten und Musikerprofilen erscheint er unter dem Namen Stasys Musial. Dort wird er als Produzent, Komponist und Sounddesigner geführt, dessen Arbeit von Bühnenmusik über elektronische Produktionen bis zu Game-Audio reicht. Seine Laufbahn begann bereits früh mit Sprechrollen in bekannten WDR-Hörspielen.
Stasys Peschel im Überblick
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Name | Stasys; im Familienzusammenhang Stasys Peschel, beruflich Stasys Musial |
| Alter | 27 Jahre im Mai 2026 |
| Eltern | Milan Peschel und Magdalena Musial |
| Beruf | Musiker, Produzent, Komponist und Sounddesigner |
| Arbeitsort | Berlin |
| Schwerpunkte | Theatermusik, elektronische Musik, Game-Audio, Trailer und Sounddesign |
| Ausbildung | Training an der Popakademie Baden-Württemberg |
| Bekannte Arbeiten | „Rico, Oskar und die Tieferschatten“, „Die Räuber“, „Jeeps“, „Enttäuschende Ewigkeit“ |
Die biografischen Angaben stammen aus einem Interview mit Milan Peschel sowie aus beruflichen Profilen und offiziellen Produktionsverzeichnissen.
Wer ist Stasys Peschel?
Stasys gehört zu den beiden Kindern von Milan Peschel und Magdalena Musial. In einem Interview vom Mai 2026 sagte Milan Peschel, dass sein damals 27-jähriger Sohn als Musiker am Theater arbeitet. Seine Schwester Sofia beschrieb er als Künstlerin. Der Schauspieler machte zugleich deutlich, dass seine Kinder ihre beruflichen Wege selbst gewählt hätten und er sie nicht in eine bestimmte Richtung drängen wolle.
Damit ist Stasys nicht nur als Angehöriger einer Schauspielerfamilie einzuordnen. Er hat ein eigenes berufliches Profil im Kulturbereich aufgebaut. Anders als sein Vater arbeitet er nicht hauptsächlich vor der Kamera oder als Darsteller auf der Bühne, sondern an der klanglichen Gestaltung von Theaterproduktionen und digitalen Medien.
Warum wird er auch Stasys Musial genannt?
Der Name „Stasys Peschel“ wird vor allem im Zusammenhang mit seinem Vater verwendet. In Theaterprogrammen, Hörspielarchiven und einem professionellen Dozentenprofil steht dagegen „Stasys Musial“ – der Familienname seiner Mutter. Mehrere Details sprechen dafür, dass beide Namensformen dieselbe Person bezeichnen: Milan Peschels Sohn ist Theatermusiker, Stasys Musial arbeitet nachweislich als Theatermusiker, und beide waren an Produktionen beteiligt, in denen ihre Namen gemeinsam aufgeführt werden.
Besonders deutlich ist die Verbindung bei Schillers „Die Räuber“ am Anhaltischen Theater Dessau. Milan Peschel führte Regie, während Stasys Musial für die Musik verantwortlich war. Auch in WDR-Hörspielen der „Rico und Oskar“-Reihe sind Stasys Musial und Milan Peschel gemeinsam in der Besetzung verzeichnet. Eine frei zugängliche Selbstauskunft, die beide Namensformen ausdrücklich gleichsetzt, wurde nicht gefunden; die Übereinstimmungen sind jedoch stark.
Frühe Arbeit als Hörspielsprecher
Die Rolle des Oskar in „Rico und Oskar“
Eine der frühesten dokumentierten Arbeiten von Stasys Musial ist die Rolle des hochbegabten Oskar in Hörspieladaptionen der Kinderbuchreihe von Andreas Steinhöfel. In „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ sprach er Oskar, während David Reibel die Rolle des Rico übernahm. Das WDR-Hörspiel wurde erstmals am 13. Mai 2010 ausgestrahlt und erhielt beim Kinderhörspielpreis der Stadt Karlsruhe den zweiten Platz.
Noch im selben Jahr folgte „Rico, Oskar und das Herzgebreche“. Auch dort sprach Stasys Musial den Oskar. Milan Peschel war in einer kleineren Rolle als Türsteher beteiligt. 2012 setzte Stasys seine Arbeit in „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“ fort. Diese Produktionen zeigen, dass er schon als Jugendlicher professionell mit Sprache, Regie, Musik und Studioproduktion in Berührung kam.
Der Weg zur Theatermusik
„Die Räuber“ am Anhaltischen Theater Dessau
Im September 2021 feierte Milan Peschels Inszenierung von Friedrich Schillers „Die Räuber“ am Anhaltischen Theater Dessau Premiere. Stasys Musial verantwortete die Musik der Produktion. Die Zusammenarbeit war fachlich klar aufgeteilt: Milan Peschel übernahm die Regie, Nicole Timm Bühne und Kostüme und Stasys Musial den musikalischen Bereich.
Bühnenmusik geht häufig über das Schreiben einzelner Stücke hinaus. Sie kann Szenen strukturieren, Stimmungen erzeugen, Übergänge verbinden und die Wirkung von Sprache oder Bewegung verändern. Dass Stasys in den Produktionsangaben als eigenständiger Verantwortlicher genannt wird, belegt seine professionelle Funktion im künstlerischen Team.
„Jeeps“ am Volkstheater Rostock
Für die Rostocker Inszenierung von Nora Abdel-Maksouds Komödie „Jeeps“ übernahm Stasys Musial die Komposition. Die Premiere fand am 14. März 2025 im Ateliertheater des Volkstheaters Rostock statt. Das Stück verbindet eine satirische Erbrechtsidee mit Fragen nach sozialer Herkunft, Arbeit und Vermögensverteilung.
Die offizielle Besetzung nennt Sarah Kurze als Regisseurin, Vanessa Vadineanu für Bühne und Kostüme sowie Stasys Musial für die Komposition. Damit setzte er seine Arbeit an zeitgenössischen Schauspielproduktionen fort, diesmal unabhängig von einer Regiearbeit seines Vaters.
„Enttäuschende Ewigkeit“ am Theater Bonn
Am Theater Bonn wurde Stasys Musial für die Musik der Produktion „Enttäuschende Ewigkeit“ engagiert. Das Stück von Paula Kläy und Guido Wertheimer hatte am 10. Januar 2026 Premiere. Die Inszenierung von Sarah Kurze erzählt von einer größenwahnsinnigen Reise zum Mond und verbindet Gegenwartsbezüge mit einer absurden, weltumspannenden Handlung.
Mit Arbeiten in Dessau, Rostock und Bonn ist seine Tätigkeit an mehreren deutschen Bühnen dokumentiert. Die Projekte unterscheiden sich deutlich in Stoff, Ton und Inszenierungsform. Sein Aufgabenfeld verlangt daher musikalische Konzepte, die jeweils auf Text, Regie, Darsteller und Bühnenraum abgestimmt werden.
Produzent und Sounddesigner für elektronische Medien
Neben dem Theater arbeitet Stasys Musial als Produzent, Komponist und Sounddesigner. Das Profil der Musikproduktionsschule 343 Labs beschreibt ihn als Berliner Musiker mit Schwerpunkten in elektronischer Musik, Game-Audio und experimentellem Sounddesign. Zu seinen Themen gehören räumliches und binaurales Audio, komplexe Rhythmen sowie Musik für Videospiele und Trailer.
Das Profil nennt außerdem eine Ausbildung an der Popakademie Baden-Württemberg. Bei 343 Labs unterrichtet er Komposition, Arrangement sowie Sounddesign und Synthese. Als Veröffentlichungen werden „The Pilgrimage“ und „The Alchemist“ aufgeführt; stilistisch wird seine Arbeit den Bereichen IDM, Neurohop und experimentelle Elektronik zugeordnet.
Sein Berufsbild verbindet damit drei Rollen: Er entwickelt eigene Musik, gestaltet Klänge für konkrete Medienprojekte und vermittelt Produktionswissen. Bei Videospielen kann Sounddesign beispielsweise auf Handlungen des Spielers reagieren, während Theatermusik einer festgelegten Dramaturgie und der Live-Performance folgen muss.
Künstlerisches Umfeld und eigener Weg
Stasys wuchs in einer Familie auf, in der Theaterarbeit eine wichtige Rolle spielt. Milan Peschel begann als Bühnentechniker und wurde später Schauspieler und Regisseur. Magdalena Musial arbeitet als Bühnen- und Kostümbildnerin. Der berufliche Weg ihres Sohnes liegt ebenfalls im Theater, setzt jedoch einen eigenen Schwerpunkt auf Musik und Audioproduktion.
Seine Arbeit befindet sich an der Schnittstelle von Musik, Technik und Dramaturgie. Statt ein Prominentenprofil über private Einblicke aufzubauen, ist er vor allem über Werklisten, Besetzungen und Fachprofile sichtbar. Für Komponisten und Sounddesigner ist das nicht ungewöhnlich: Ihr Beitrag prägt eine Produktion, steht aber seltener im Mittelpunkt als Schauspiel oder Regie.
Karriere-Timeline
| Jahr | Projekt oder Station | Rolle |
|---|---|---|
| 2010 | „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ | Sprecher des Oskar |
| 2010 | „Rico, Oskar und das Herzgebreche“ | Sprecher des Oskar |
| 2012 | „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“ | Sprecher des Oskar |
| 2021 | „Die Räuber“, Anhaltisches Theater Dessau | Musik |
| 2025 | „Jeeps“, Volkstheater Rostock | Komposition |
| 2026 | „Enttäuschende Ewigkeit“, Theater Bonn | Musik |
| 2026 | 343 Labs | Dozent für Komposition und Sounddesign |
Häufige Fragen zu Stasys Peschel
Wer ist Stasys Peschel?
Stasys Peschel ist der Sohn von Schauspieler und Regisseur Milan Peschel und der Bühnen- und Kostümbildnerin Magdalena Musial. Er arbeitet als Musiker am Theater.
Ist Stasys Peschel Schauspieler?
Seine heutige berufliche Arbeit liegt vor allem in Musik, Komposition, Produktion und Sounddesign. Als Jugendlicher war er jedoch als Sprecher in mehreren „Rico und Oskar“-Hörspielen zu hören.
Warum heißt er beruflich Stasys Musial?
In professionellen Theater- und Musikquellen wird der Name Stasys Musial verwendet. Musial ist der Familienname seiner Mutter. Die dokumentierten Überschneidungen bei Beruf, Familie und gemeinsamen Produktionen sprechen dafür, dass es sich um dieselbe Person handelt.
Welche Theaterstücke hat Stasys Musial musikalisch gestaltet?
Zu den dokumentierten Produktionen zählen „Die Räuber“ am Anhaltischen Theater Dessau, „Jeeps“ am Volkstheater Rostock und „Enttäuschende Ewigkeit“ am Theater Bonn.
Was macht Stasys Peschel heute?
Er arbeitet als Produzent, Komponist und Sounddesigner in Berlin. Zu seinen Arbeitsfeldern gehören Theatermusik, elektronische Musik, Game-Audio, Trailer-Soundtracks und Lehre.
Hat Stasys Peschel mit seinem Vater zusammengearbeitet?
Ja. Bei „Die Räuber“ in Dessau führte Milan Peschel Regie, während Stasys Musial die Musik verantwortete. Beide wirkten außerdem an „Rico, Oskar und das Herzgebreche“ mit.
Fazit
Stasys Peschel hat sich nicht für eine klassische Schauspielkarriere entschieden, sondern für die klangliche Seite von Theater und Medien. Unter dem Namen Stasys Musial arbeitet er als Komponist, Produzent und Sounddesigner, gestaltet Musik für deutsche Bühnen und beschäftigt sich mit elektronischer sowie interaktiver Audioproduktion. Seine frühen Hörspielrollen und späteren Theaterarbeiten ergeben das Bild eines vielseitigen Künstlers, der zwischen Sprache, Bühne und digitalem Sound arbeitet.
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